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Gesehen in der WAZ vom 12.12.2008

Wohlklang mit spezieller Botschaft

Das die Glocken zur Weihnachtszeit besonders süß klingen, kann man wohl glauben. Die frohe Weihnachtsbotschaft kann ruhig an die große Glocke gehängt werden.

Als es noch keine modernen Kommunikationsmittel gab und die Menschen weit verstreut lebten, zeigte das Läuten der Kirchenglocken an, dass etwas Wichtiges geschehen ist. Gerne gehört werden die Hochzeitsglocken, die Taufglocken. Glocken rufen zum Gottesdienst, Glocken verkünden die Tageszeit. Die Mettenglocke ruft zur Frühmesse. Die Vesperglocke kündigt die Abendandacht an. Die Armeseelenglocke läutet zur Orientierung der Leute, kurz vor dem Schließen der Stadttore. Die Lumpenglocke kündet den Zechern die Sperrstunde. Die Abendglocke mahnt zur Nachtruhe.

Die Schiedglocke kündet vom Ableben eines Gemeindemitglieds. Sturmglocken erklangen vor einem aufziehenden Unwetter. Die Feuerglocke kam bei Brandgefahr zum Einsatz, die Pestglocke kündete vom Auftreten der Seuche.

Die Schand-, Blut-, oder Armesünderglockeläutete vor Hinrichtungen. Die Totenglocke ruft zum Begräbnis.

Für viele unauslöslich in Erinnerung ist die Schulglocke: Der Lehrer wartet, vielleicht stand ja Schillers Lied von der Glocke auf dem Stundenplan.

China gilt als Ursprungsland der Glocke, dort wurden die Instrumente schon im 7. Jahrhundert v. Chr. verwendet. Sie besaßen noch keinen Glockenschwengel und wurden mit einem Holz geschlagen. Vorläufer waren Klingsteine und Klangschalen. Im sechsten und siebsten Jahrhundert brachten Wandermönche die Glocke vom Mittelmeerraum nach Irland, von dort gelangten sie nach Deutschland. Die ersten Glocken waren noch zusammengenietete Kupferplatten. Die später beim Glockenguß verwendete Glockenbronze enthielt etwa 20 bis 25% Zinn. Ab dem 17. Jahrhundert wird dafür auch Eisen, seit 1852 Stahl verwendet. Seit dem dreißigjährigen Krieg wurden in allen KriegenGlocken zu Kanonen umgegossen. Daher rührt wohl auch , dass der Glockenklang als Zeichen des Friedens gilt.

 


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